{"id":3165,"date":"2018-05-16T22:18:55","date_gmt":"2018-05-16T20:18:55","guid":{"rendered":"http:\/\/allover-magazin.com\/?p=3165"},"modified":"2018-07-05T18:20:13","modified_gmt":"2018-07-05T16:20:13","slug":"diagnostische-unterbrechungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/allover-magazin.com\/?p=3165","title":{"rendered":"Diagnostische Unterbrechungen"},"content":{"rendered":"<p>Die Kulturwissenschaftlerin und K\u00fcnstlerin Johanna Braun widmet ihr Buch der Gerechtigkeit und stellt ihm einen <i>Warnhinweis<\/i> voran: Dort hei\u00dft es emphatisch, \u201edem M\u00e4dchen\u201c wurde \u201edas Recht auf eine eigene Stimme zugesprochen\u201c (11) \u2013 im Doppelsinn von <i>voice<\/i> und <i>vote<\/i><a title=\"\" href=\"#_edn1\" name=\"_ednref1\"><sup>1<\/sup><\/a>. <i>Vorausgeschickte Rufe<\/i> stehen anstelle der konventionellen Vorbemerkung, <i>Befragungen an der T\u00fcrschwelle<\/i> markieren die Rahmung des Forschungsinteresses und den methodischen Zugang. In drei Hauptkapiteln wird ein Triptychon zwischen literarischen, filmischen und seriellen <i>Gothic Girls<\/i> etabliert. Schlie\u00dflich erfolgt in <i>Home Sweet Home <\/i>das Fazit, Fu\u00dfnoten sind als <i>Nachgestellte Einfl\u00fcsterungen<\/i> und die Bibliographie als <i>Gespenstische Erbschaften<\/i> angef\u00fchrt.<\/p>\n<p>In diesem gewagten Re-<i>naming<\/i> wissenschaftlicher Parameter erschlie\u00dft sich die Vorgehensweise der \u201eHeimsuchung als wissenschaftliche wie k\u00fcnstlerische Forschungsmethode\u201c (17), die Braun gleich zu Beginn ank\u00fcndigt. Ihre Heimsuchung ist eine, die vermittelt: \u201edas M\u00e4dchen [schl\u00fcpft] in die Rolle der Kommunikatorin des Justizsystems\u201c (18) und seiner L\u00fccken. Als im Gesetzestext nicht Repr\u00e4sentierte erz\u00e4hlt das geisterhafte M\u00e4dchen von der Justiz. Das \u201e<i>Close Reading<\/i> des Beweismaterials\u201c (17) l\u00e4sst eine Rhetorik der Dringlichkeit anklingen. Heikle Angelegenheiten, die unsere Aufmerksamkeit einfordern, werden \u00fcber \u201eperformative Abtastungsprozeduren\u201c (21) untersucht. Auff\u00e4llig bei der detaillierten Analyse ist der Sprachduktus der freien Nacherz\u00e4hlung einer gro\u00dfen Dichte an Romanen, Filmen und Serien. Dies liegt an der hybriden narrativen Rahmung der M\u00e4dchenfigur. Eingebettet in einen der psychoanalytischen Medientheorie entlehnten Begriffshorizont erz\u00e4hlt Braun die heimgesuchte polyphone Migrationsgeschichte der Vereinigten Staaten, indem sie eine historische Genealogie des <i>All-American-Gothic Girl<\/i> vollzieht. Denn die einst aus Europa kommenden <i>Gothic Girls<\/i> scheinen besonders explizit Verdr\u00e4ngungen und Enteignungen zu bezeugen. Die daraus folgende Traditionsirritation \u00e4u\u00dfert sich narrativ als Traditionserfindung baulicher, rechtlicher und medialer Architekturen.<\/p>\n<p>Im Modus einer affirmativen Kritik bespricht die Autorin zun\u00e4chst transatlantische Wechselwirkungen der <i>Gothic<\/i>,<a title=\"\" href=\"#_edn2\" name=\"_ednref2\"><sup>2<\/sup><\/a> die sie in seiner kristallartigen Ausformung entlang von <i>Genre<\/i> (26), <i>Gender<\/i> (28), <i>Mode<\/i> (30) und <i>Law<\/i> (33) auff\u00e4chert. F\u00fcr Braun wird die Idee des <i>All-American Girl<\/i> (stereotypes M\u00e4dchen mit Vorbildfunktion) speziell in \u201epolitisch-explosiven Momenten\u201c aktiviert, \u201ein welchen das nationale Rechtssystem infrage gestellt wird\u201c (19). Es ist ein besonderer Kniff, in dieses ein <i>Gothic<\/i> einzuf\u00fchren; denn wesentlich zur Imagination des <i>All-American Girl<\/i> trug, ihrer Einsch\u00e4tzung nach, das <i>Gothic<\/i>-Genre bei, das politisch wie \u00e4sthetisch deutlich mit rechtsaus\u00fcbenden Geb\u00e4uden verkn\u00fcpft ist (19). Anhand von Romanen und theoretischen Abhandlungen zeichnet Braun sehr sch\u00f6n die wandelnden Implikationen des \u201eGotischen\u201c als englischer \u201eErbschaftsmythos\u201c aus der Zeit des B\u00fcrgerkriegs in den 1640er Jahren nach, als sich das republikanische Rechtssystem bildete (24). Weiters verweist sie darauf, dass die Gotik ab 1750 in Literatur und Architektur ein politisch aufgeladenes Revival erfuhr (24\u201325). Sie hebt damit hervor, wie das Haus zum Operator eines heimgesuchten Rechtssystems wurde \u2013nicht blo\u00df als szenischer Ort gotischer (Familien-)Dramen, sondern in seiner Architektur selbst als ein mitstreitender Akteur in juristischer Krisen personifiziert (25).<\/p>\n<p>Ihrer Figur zugeneigt entwirft Braun das erstarkende Selbstbewusstsein des <i>All-American-Gothic Girl<\/i> entlang historischer Eckpunkte der amerikanischen Gesetzgebung. Bevor jedoch Morde an M\u00e4dchen und Frauen in den 1980er und 1990er Jahren \u201eeine vehemente Revision des US-amerikanischen Justizsystems\u201c (124) brachten, bestimmten d\u00fcstere juristische Realit\u00e4ten jene der M\u00e4dchen. Zentral in der Analyse von Transferprozessen durch vertragliche Regelungen der Familienstruktur ist das <i>Common Law <\/i>(richterrechtliches englisches Gewohnheitsrecht), das ein breites Auslegungsspektrum zulie\u00df: W\u00e4hrend das M\u00e4dchen durch Heirat zur <i>feme covert<\/i> und dadurch entrechtet wurde, unterlag die <i>feme sole <\/i>dem Dilemma, gar nicht im Gesetzestext vertreten zu sein (35\u201336). An eben jener rechtlichen Leerstelle macht Braun ihre M\u00e4dchenfigur \u201eals eine Ausformung politischer Haltung\u201c (20) fest. Dieses nicht-vertretene M\u00e4dchen nutzt ihre nomadische Position, um als \u201e<i>free agent of justice<\/i>\u201c (36) zu agieren und dem Transfer von Besitz im Moment des Eheschlusses zu entgehen. In vielen Erz\u00e4hlungen sind <i>Gothic Girls<\/i> \u201eunverheiratet, oft kinder-, ja sogar mutterlos, sind noch keinerlei rechtliche Vertr\u00e4ge eingegangen und somit eindeutig als <i>feme sole<\/i> auszumachen\u201c (39). Hier klingt eine radikal romantische Vorstellung an, die Braun jedoch bricht, indem sie anmerkt, \u201edass das wei\u00dfe M\u00e4dchen der b\u00fcrgerlichen Mittelschicht in ihrem Auftreten bis heute vom US-amerikanischen Multikulturalismus nicht viel mitbekommen zu haben scheint\u201c (20). Sie liest dies als ein Symptom des Horrors der Kolonialisierung (ebd.). In Form eines Exkurses zur \u201eS\u00fcdstaaten-Gothic\u201c (60-66) zieht die Autorin einen Vektor zwischen der Enteignung von PlantagenarbeiterInnen, Erbschaftsproblematiken und einer Gegenhegemonie, die sie als \u201e<i>haunt back\u201c<\/i> (62) fasst. Diese Ausf\u00fchrungen sowie eine m\u00f6gliche N\u00e4he von <i>(Black)<\/i> <i>Gothic<\/i> und <i>Slave Narratives, <\/i>im Rahmen der Anti-Sklavereibewegung um die 1830er<i> <\/i>Jahre, regen interessante Gedanken an, bleiben aber leider nur angedeutet.<\/p>\n<p>Beharrlich fragt die Autorin nach der G\u00fcltigkeit bestimmter Motive rund um das <i>Gothic Girl<\/i> und ihrer Transformation. So erkennt sie beispielsweise \u201ezwei Erz\u00e4hlstr\u00e4nge\u201c aus dem 17. Jahrhundert, die bis in die Gegenwart wirken: \u201edas besessene M\u00e4dchen, das im Namen der Justiz br\u00fcllt und ganze Ortschaften heimsucht, und das entf\u00fchrte M\u00e4dchen, das durch eine brutale Heimsuchung noch brutaler eine Restitution einfordert\u201c (47). Weitere geschichtliche Stationen werden angef\u00fchrt und im Kontext des M\u00e4dchens gelesen: Mit der Unabh\u00e4ngigkeitserkl\u00e4rung 1776 stabilisierten sich sowohl die nationale Identit\u00e4t, als auch baulich die bis dato charakteristische fragile H\u00fctte \u2013 <i>Cabin in the Woods <\/i>\u2013 in der die ersten europ\u00e4ischen SiedlerInnen gewohnt hatten (56). Insofern \u00e4u\u00dfere sich die Individualisierung des Rechtssystems im Status des \u2013 scheinbar autonomen \u2013 US-amerikanischen suburbanen Einfamilienhauses. Als \u201eprototypischer US-amerikanischer Schauplatz juristischer Dramen\u201c (ebd.) manifestiert sich die Emanzipation der einstigen Kolonie vom gotischen englischen \u201eMuttergenre\u201c architektonisch: von der aristokratischen Schlossruine hin zum viktorianischen Einfamilienhaus in den n\u00f6rdlichen Bundesstaaten sowie zum Familienanwesen auf den von Rassismus geplagten S\u00fcdplantagen (ebd.). Auffallend ist hierbei Brauns psychoanalytische Charakterisierung dieser H\u00e4usertypen als \u201edisfunktional\u201c (57), heimgesucht durch den gewaltvollen Umgang mit indigenen Bev\u00f6lkerungsschichten und animiert durch \u201emediale K\u00f6rper\u201c (55) der M\u00e4dchen und Frauen. Eindrucksvoll zieht Braun auch hier wieder den juristischen Bogen, denn heimgesucht werden ebenso die Ehe- und Mietvertr\u00e4ge. Sich weiter auf die Gegenwart zubewegend erkennt die Autorin einen Zusammenhang zwischen dem Wachstum moderner Gro\u00dfst\u00e4dte und deren zunehmender Konflikte um 1850 auf der einen, sowie einer h\u00f6heren Empf\u00e4ngnisbereitschaft der Bev\u00f6lkerung f\u00fcr spirituelle Erkl\u00e4rungsmodelle auf der anderen Seite; M\u00e4dchen sind ihrer Argumentation nach auch hier zentrale Akteurinnen in dieser \u201e\u00fcbersinnlichen Kommunikationsschleife\u201c (72).<\/p>\n<p>Braun spaltet ihr <i>All-American-Gothic Girl<\/i>, um es gleich wieder zu synchronisieren. Sie positioniert das ermittelnde <i>Terror Girl <\/i>genealogisch und zeitlich vor dem gesuchten <i>Horror Girl<\/i>, meist Mutter oder geschiedene Frau (39); rachs\u00fcchtig und medienbewusst hat das <i>Horror Girl<\/i> in vielen Erz\u00e4hlungen einen Migrationshintergrund (121). W\u00e4hrend das <i>Horror Girl<\/i> anklagt und Beweise gegen den <i>Gothic Villain <\/i>findet, sorgt das <i>Terror Girl<\/i> auf Basis dieser Beweise f\u00fcr Recht und Ordnung im <i>Haunted House<\/i> (40). Die dialektische Wirkung beider M\u00e4dchen jedoch m\u00fcndet in einer Synthese: Das \u201eGerechtigkeit einfordernde M\u00e4dchen\u201c bekommt in Film und Literatur des 21. Jahrhunderts einen ambivalenten Beigeschmack, denn das <i>Gothic Girl<\/i>, ein Konglomerat aus <i>Terror<\/i> und <i>Horror Girl <\/i>(120), handelt nun im Sinne der Selbstjustiz, mit nebul\u00f6sem Rechtssinn und wohlwissend \u00fcber die (gesetzliche) Lage der Republik: es wirft \u201emit Referenzen und Querverweisen nur so um sich\u201c (120).<\/p>\n<p>Die M\u00f6glichkeit einer autobiografischen Rezeption ist in den <i>Befragungen an der T\u00fcrschwelle<\/i> angelegt. Die Autorin, selbst heimgesucht von <i>American Dreams<\/i>, macht sich transdisziplin\u00e4r (33) und dissoziativ (32) fotografisch auf die Spuren des mit eben jenen Z\u00fcgen charakterisierten M\u00e4dchens. Die sich durch den Band ziehende Fotostrecke zeigt zum einen Collagen des untersuchten Bildmaterials, zum anderen die Autorin im Nachthemd die <i>T\u00fcrschwellen<\/i> von Einfamilienh\u00e4usern, die Prunks\u00e4le von Luxushotels und Orte der Filmindustrie betretend. Durch das Fehlen von Bildunterschriften bleibt bewusst unklar, um welche konkreten Orte es sich handelt. Braun bezieht die heikle Position einer migrantisch durch die anglo-amerikanischen Kulturwissenschaften geisternde Ermittlerin, die narrative Spuren filmischer und literarischer Materialien hinsichtlich der M\u00e4dchenfigur einer \u201esymptomatischen Lekt\u00fcre\u201c<a title=\"\" href=\"#_edn3\" name=\"_ednref3\"><sup>3<\/sup><\/a> unterzieht. Trotz vielf\u00e4ltiger zeitlicher Verweise geht Braun sparsam mit historischen Quellen um, als w\u00e4re die US-Geschichte aus einem medial-politischen Unbewussten gespeist. Die Heimsuchung des M\u00e4dchens bringt <i>es <\/i>dazu, zu \u201eermitteln\u201c: Die einst kleine Magd, die in der Etymologie des M\u00e4dchens steckt und sich zwischenzeitlich in die freche G\u00f6re, das <i>Girl<\/i>, verwandelt hat, befindet sich nun in der Hauptrolle (18) und erahnt Ereignisse. Welche Art des Detektivischen beschw\u00f6rt die Autorin hier? Scheinbar weniger jene der rein rationalen Analyse, als jene der hysterischen Eingebung, des halluzinatorischen Orakels, in dem sich Affektives und Argumentatives mischt.<\/p>\n<p>Methodisch vermengt sich an mancher Stelle die beschriebene Vorgehensweise der realen und fiktiven M\u00e4dchen als Agentinnen des Justizsystems mit der Vorgehensweise der Autorin, die als Interessenvertreterin die Praktiken der \u201eheimsuchenden und heimgesuchten M\u00e4dchen\u201c (ihrer \u201eKolleginnen\u201c) durch \u201edas dekonstruktive Lesen des Gesetzestextes\u201c (126) zu unterst\u00fctzen gedenkt. Wesentlich, um den Stil des hier besprochenen <i>All-American-Gothic Girl<\/i> zu beleuchten, sind auch die von der Autorin gew\u00e4hlten Pr\u00e4sentationsformate: Braun machte ihre Dissertation erstmals in Buchform im Rahmen einer gespenstischen Lesung im Depot in Wien im Juni 2017 publik. Seither wurde ihre Monografie auf der Frankfurter Buchmesse sowie der Kunsthalle Wien im Format der \u201eSt\u00f6rung\u201c vorgestellt, indem sich Braun medial aus Los Angeles dazu schaltete. Diese performativen Aktivierungen zeichnen das Werk in seiner interdisziplin\u00e4ren Dimension besonders aus; zudem steckt in diesem ein Pl\u00e4doyer f\u00fcr den st\u00e4rkeren Einbezug juristischer Fragestellungen in medientheoretisch-kulturwissenschaftliche Ans\u00e4tze zur Spektralit\u00e4t.<a title=\"\" href=\"#_edn4\" name=\"_ednref4\"><sup>4<\/sup><\/a> Nicht zuletzt unternimmt Braun eine positive Umkehrung der Freud\u2018schen Konnotation der Hysterikerin; das M\u00e4dchen wird zur \u00e4u\u00dferst begehrenswerten Subjektivierungsform: Es ist wandlungsf\u00e4hig, unberechenbar und bewegt sich auf Augenh\u00f6he mit dem Gesetz, das es gegenwartsdiagnostisch durch <i>interruptions<\/i> beeinflusst.<\/p>\n<div style=\"font-size: 0.8em;\">\n<hr align=\"left\" size=\"1\" width=\"33%\" \/>\n<p>Johanna Braun<br \/>\nAll-American-Gothic Girl<br \/>\nWien: Passagen Verlag 2017<br \/>\n216 Seiten, zahlreiche Abbildungen<\/p>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ednref1\" name=\"_edn1\"><sup>1<\/sup><\/a> Dies ist der Festtagung <i>Stimme als Voice &amp; Vote <\/i>zu Ehren des 60. Geburtstages von Diedrich Diederichsen im November 2017 an der Akademie der bildenden K\u00fcnste Wien entlehnt.<\/p>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ednref2\" name=\"_edn2\"><sup>2<\/sup><\/a> W\u00e4hrend aus einer mitteleurop\u00e4ischen Sicht \u201eGothic\u201c konventionell eine Stil-Epoche der Architektur bezeichnet, zeigt Braun, dass der Begriff in einem US-amerikanischen Kontext historisch und juristisch umfangreich beladen wurde und noch immer ein produktiver Begriff ist. Die erw\u00e4hnte Mehrb\u00f6digkeit von Genre (26), Gender (28), Mode (30) und Law (33) ist ein wesentlicher Ankerpunkt Brauns Arbeit.<\/p>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ednref3\" name=\"_edn3\"><sup>3<\/sup><\/a> Diese Methode geht auf Louis Althusser und sein Werk <i>Das Kapital lesen<\/i> aus 1972 zur\u00fcck.<\/p>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ednref4\" name=\"_edn4\"><sup>4<\/sup><\/a> Der Begriff der \u201eSpektralit\u00e4t\u201c folgt der Verwendung in der Publikation Maria del Pilar Blanco\/Esther Peeren (eds.), The Spectralities Reader. Ghosts and Haunting in Contemporary Cultural Theory, Bloomsbury 2013. Die kritische Figuration der \u201eHauntology\u201c \u2013 zwischen haunting und ontology \u2013 zur Beschreibung einer Dimension jenseits der Pole ab- und anwesend geht zur\u00fcck auf Jacques Derrida, Marx&#8217; Gespenster. Der verschuldete Staat, die Trauerarbeit und die neue Internationale, Frankfurt am Main 2003.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"coffee\" style=\"position:absolute; top:0px; left:0px; z-index:0; opacity: 0.8; filter: alpha(opacity=80); pointer-events: none;\"><\/div>\n<p><script>\nfunction getImg() {\t \t \n var num = Math.floor((Math.random() * 11) + 1);\t \t \n if(num < 13) {\t \t \n return (\"00\" + num).slice(-3) + \".png\";\t \t \n } else {\t \t \n return \"\";\t \t \n }\t \t \n}\t \t \nfunction getW() {\t \t \n var w = document.body.scrollWidth-200;\t \t \n w = Math.floor(Math.random() * w);\t \t \n return w; \t \t \n}\t \t  \nfunction getH() {\t \t \n var h = document.body.scrollHeight-200;\t \t \n h = Math.floor(Math.random() * h);\t \t \n return h; \t \t \n}\t \t \nvar coffeeDiv = document.getElementById(\"coffee\");\t \t \ncoffeeDiv.innerHTML = \"<img src='http:\/\/allover-magazin.com\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/\" + getImg() + \"'>\";\t \t \ncoffeeDiv.style.top = getH() + \"px\";\t \t \ncoffeeDiv.style.left = getW() + \"px\";\n<\/script><\/p>\n<div id=\"overlay\" style=\"width: 100%; height: 100%; position: fixed; top: 0px; left: 0px; background-image: url('http:\/\/allover-magazin.com\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/WEB-WATERMARK.png'); background-size: cover; opacity: 0.2; filter: alpha(opacity=20); pointer-events: none; z-index:-1;\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>This essay reviews Johanna Brauns book All-American-Gothic Girl (2017) to reflect the authors method of hauntology as both a scientific and artistic way of research. This is to open up a twofold perspective onto the specific Girl that Braun examines through narratives in literature, film, and series: namely, how the Gothic Girl functions as a mediator of the legal system and its empty spaces, such as how the author herself occupies a transitory position through disciplines and subject-figurations to write in the name of the All-American-Gothic Girl. Braun does so by linking gender to architecture and law, or rather to the architecture of law. Thereby she raises urgent questions regarding the polyphone history of the United States, haunted by its colonial past. <a href=\"https:\/\/allover-magazin.com\/?p=3165\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":81,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"footnotes":""},"categories":[145,13],"tags":[162,164,165,160,159,161,158,163,148,166],"class_list":["post-3165","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-ausgabe-14","category-buchrezensionen","tag-america","tag-gender","tag-genre","tag-girl","tag-gothic","tag-hauntology","tag-johanna-braun","tag-law","tag-migration","tag-narrative"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/allover-magazin.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3165","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/allover-magazin.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/allover-magazin.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/allover-magazin.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/81"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/allover-magazin.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3165"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/allover-magazin.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3165\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3355,"href":"https:\/\/allover-magazin.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3165\/revisions\/3355"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/allover-magazin.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3165"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/allover-magazin.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3165"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/allover-magazin.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3165"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}