{"id":3163,"date":"2018-05-16T22:17:27","date_gmt":"2018-05-16T20:17:27","guid":{"rendered":"http:\/\/allover-magazin.com\/?p=3163"},"modified":"2018-07-05T18:20:52","modified_gmt":"2018-07-05T16:20:52","slug":"begegnung-mit-einem-phantom","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/allover-magazin.com\/?p=3163","title":{"rendered":"Begegnung mit einem Phantom"},"content":{"rendered":"<p>Was h\u00e4tte Virginia Woolf zur heutigen Situation der Frauen im sogenannten Westen gesagt? Und was zur feministischen Theorieproduktion, die unter anderem aus <i>A Room on One\u2019s Own<\/i><a id=\"_ftnref1\" title=\"\" href=\"#_ftn1\"><sup>1<\/sup><\/a> Inspiration bezog? Die Philosophin und K\u00fcnstlerin Meike Gleim gibt ihren Spekulationen einen diskursiven Rahmen, indem sie eine schier unm\u00f6gliche Begegnung sprachlich Wirklichkeit werden l\u00e4sst. Zumindest in den K\u00f6pfen der Lesenden findet das Gespr\u00e4ch zwischen ihr und der Schriftstellerin Virginia Woolf<a id=\"_ftnref2\" title=\"\" href=\"#_ftn2\"><sup>2<\/sup><\/a> \u201awirklich\u2018 statt: Als Gespr\u00e4chsprotokoll angelegt, das aus Gleims Perspektive erz\u00e4hlerisch pr\u00e4sentiert und kommentiert wird, l\u00e4dt sie ein, die Entwicklungsgeschichte der Frauenbewegung in Gedanken \u201aRevue passieren zu lassen\u2018 und deren Status quo unter dem Eindruck eines \u201akognitiven Kapitalismus\u2018<a id=\"_ftnref3\" title=\"\" href=\"#_ftn3\"><sup>3<\/sup><\/a> zu denken. Das als ungeplant inszeniertes Aufeinander- und Zusammentreffen der beiden Frauen \u2013 ihr Altersunterschied betr\u00e4gt 90 Jahre \u2013 ist Rede und Gegenrede, ein Frage-Antwort-Spiel und Streitgespr\u00e4ch gleicherma\u00dfen. Es geht von imaginierten K\u00f6rpern und ausgew\u00e4hlten Ideen aus, l\u00e4sst Austausch und einen M\u00f6glichkeitsraum entstehen. Die beiden Frauen haben einander fest im Blick, so ein Leseeindruck; ein Gespr\u00e4ch zwischen den Zeilen: <i>entre-vue<\/i>. Denn was Meike Gleim interessiert, ist der Blick auf das Dazwischen und das, was fraglich und ambivalent bleibt. Oder um den Authentizit\u00e4tseffekt von direkten Zitaten zu bem\u00fchen: \u201eEs geht mir um das, was zwischenmenschlich passiert, was uns durch die Finger gleitet\u201c<a id=\"_ftnref4\" title=\"\" href=\"#_ftn4\"><sup>4<\/sup><\/a>, so Gleim. Dass sie sich f\u00fcr Formen des Gespr\u00e4chs und im Zuge dessen nicht zuletzt auch f\u00fcr Interviews interessiert, um mithilfe der materiellen und sprachlichen Bedingungen und Konventionen, die diese vorgeben, feministische Belange zu verhandeln, ist \u2013 mit einem Blick auf ihre k\u00fcnstlerische und wissenschaftliche Arbeit seit den 1990er Jahren \u2013 weder ein Novum noch zuf\u00e4llig: Judith Butlers <i>Das Unbehagen der Geschlechter<\/i><a id=\"_ftnref5\" title=\"\" href=\"#_ftn5\"><sup>5<\/sup><\/a> ist insbesondere w\u00e4hrend ihrer \u201aAnfangsjahre\u2018 im Kunstbetrieb unentbehrlicher theoretischer Referenzpunkt f\u00fcr Gleim.<a id=\"_ftnref6\" title=\"\" href=\"#_ftn6\"><sup>6<\/sup><\/a> Mit der Herausgabe einer adaptierten Version des von Jos\u00e9 Pierre herausgegebenen Bandes <i>Recherchen im Reich der Sinne. Die zw\u00f6lf Gespr\u00e4che der Surrealisten \u00fcber Sexualit\u00e4t<\/i><a id=\"_ftnref7\" title=\"\" href=\"#_ftn7\"><sup>7<\/sup><\/a> schlie\u00dft Gleim ihr Kunststudium an der Akademie der Bildenden K\u00fcnste in Wien ab.<a id=\"_ftnref8\" title=\"\" href=\"#_ftn8\"><sup>8<\/sup><\/a> Das Besondere daran: Unter aktiver Einbringung befreundeter K\u00fcnstlerinnen<a id=\"_ftnref9\" title=\"\" href=\"#_ftn9\"><sup>9<\/sup><\/a> verlegt Gleim darin die urspr\u00fcnglich zwischen 1928 und 1932 gef\u00fchrten Salongespr\u00e4che kurzerhand in die 1990er Jahre und schreibt diese im Hinblick auf eine feministische Perspektive hin um beziehungsweise neu. Eine Gruppe an Frauen erm\u00e4chtigt sich der Parolen der Grands Monsieurs und ersetzt diese durch ihre eigenen Lesarten von Geschlecht, Sexualit\u00e4t und Kunst. In der Videoarbeit <i>Nachgefragt ohne Pardon<\/i> wiederum versagt eine K\u00fcnstlerin darin, sich in einem fiktiven TV-Interview karrieref\u00f6rdernd darzubieten: Allein ihr ungleich erfolgreicherer Ex-Mann, wohlgemerkt ebenso K\u00fcnstler, ist f\u00fcr die Kulturjournalistin von Interesse, was das Bem\u00fchen, die eigene k\u00fcnstlerische Arbeit abseits von biografisch motivierter Interpretation in den Vordergrund zu r\u00fccken, rasch zu einem Sisyphus-Unterfangen werden l\u00e4sst.<a id=\"_ftnref10\" title=\"\" href=\"#_ftn10\"><sup>10<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Alle diese Begegnungen, die sich in diesen Arbeiten nicht nur auf Papier oder als bin\u00e4rer Code beziehungsweise Bewegtbild, sondern durch den Akt der Rezeption auch in den K\u00f6pfen der Lesenden und Sehenden abspielen, reklamieren den Akt des Aufeinandertreffens von K\u00f6rpern, Stimmen, Aussagen als Angelpunkt der k\u00fcnstlerischen Arbeit. Qua Gespr\u00e4chs- und Interviewformat schafft Gleim Situationen, in denen sich Entwicklung und im weitesten Sinne Handlung durch Dialog oder auch Missverstehen, jedenfalls aber durch m\u00fcndlich oder schriftlich angelegte Sprechakte vollziehen. Daraus resultierend wird die Aufmerksamkeit auf die, dem Wortsinn nach, zwischenmenschlichen Dynamiken zwischen den Beteiligten und ihr Verh\u00e4ltnis zueinander gelegt. Es sind die Zwischenr\u00e4ume des Gesagten, die Gleim hier genauso wie die Frage nach den Bedingungen, nach dem bedeutungsgebenden Rahmen von Sprechen und Gesprochenem auslotet.<\/p>\n<p>Die sogenannte Eigendynamik des Gespr\u00e4chs zwischen Meike Gleim und Virginia Woolf ist freilich durchkomponiert, hier wurde nichts dem Zufall \u00fcberlassen. Schon allein die Auswahl der Figuren (die mitnichten zur selben Zeit leben oder gelebt haben k\u00f6nnten) exponiert die Fiktionalit\u00e4t von Beginn an \u2013 mit der Konsequenz, dass jeglichem Anschein von Echt- und Glaubw\u00fcrdigkeit flugs der Boden entzogen wird.<a id=\"_ftnref11\" title=\"\" href=\"#_ftn11\"><sup>11<\/sup><\/a> Ein Gespr\u00e4ch nachzulesen bedeutet durch den zeitlichen Abstand zwischen Ereignis und Dokumentation und die \u00dcberf\u00fchrung ins Medium der Schrift, die mit dieser zusammenh\u00e4ngt, eine Geste der Distanznahme und damit einen kr\u00e4ftigen Schritt weg von Unvermitteltheit, oder besser: die Suggestion von nicht einholbarer Unvermitteltheit.<\/p>\n<p>Doch um welche Rollen handelt es sich hier? Die beiden Figuren kreisen um Gegens\u00e4tze wie Wissen und Nichtwissen, was sich klar abzeichnet, wenn Gleim ihre Macht mithilfe von Theoriereferenzen demonstriert oder Woolf etwa besonders erstaunt reagiert: Der Druck der ungelesenen B\u00fccher bringt Woolf beinahe zum Verstummen. Wer Butler und Simone de Beauvoir nicht gelesen hat, kann nicht mitreden und das nicht nur in der Academia. Lekt\u00fcre als Ausschlusskriterium gilt auch hier im Schreibzimmer: eine Konvention, die die (nicht minder politische) Privatheit einer pers\u00f6nlichen Begegnung durchdringt und den Vollzug von Kontaktaufnahme entscheidend mitbestimmt. Die Konstitution der\/s Anderen mitsamt der darin inbegriffenen Implikationen von Macht \u2013 Geschlecht, Status, Alter \u2013 wird hier nachvollzieh- und analysierbar gemacht: Auf der einen Seite ist da Virginia Woolf, Idol der Frauenbewegung, durch ihre Wiedergeburt als Phantom in die Situation gebracht, nicht mehr \u201amitreden\u2019 zu k\u00f6nnen, und auf der anderen Seite Meike Gleim, die ihre Thesen durch Woolfs Konterpart formulieren und infolge auch aussprechen, zu einer Art Bekenntnis werden lassen kann. Im Austausch miteinander, im Akt des Ein\u00fcbens erhalten Rollen und ihre asymmetrische Beziehung zueinander \u00fcberhaupt erst ihre Gestalt und evozieren nicht zuletzt aufgrund des Kontextes, in den sie eingebettet sind \u2013 der Gespr\u00e4chssituation n\u00e4mlich \u2013 jenen Unmittelbarkeitseffekt, der auch f\u00fcr Interviews im engeren Sinne bezeichnend ist. En gros ist es doch Gleim, die den Ton angibt und ihre Thesen nicht zuletzt deshalb ausf\u00fchren und entwickeln kann, da sie mit Virginia Woolf eine geduldige Zuh\u00f6rerin entworfen hat. Die ihr zugeordnete Rolle des Phantoms ist nicht zuletzt auch eine, aus der sie per se nicht f\u00fcr sich selbst sprechen kann. Nun: Was h\u00e4tte Virginia Woolf dazu gesagt? Am Ende des Tages wissen wir es nicht. So wie die historische Virginia Woolf in diesem Zwiegespr\u00e4ch eine abwesende bleibt, wird auch in den restlichen genannten Arbeiten Gleims auf Abwesende verwiesen: In der Wiederaufnahme der Surrealisten-Gespr\u00e4che oder in <i>Nachgefragt ohne Pardon<\/i> sind es die M\u00e4nner, die \u2013 unwiederbringlich Teil des Systems \u2013 dieses auch als Abwesende noch bestimmen und konfigurieren.<\/p>\n<p>Der Umstand, dass Gleim die direkten Reden durch ihre erz\u00e4hlerische Perspektive rahmt und Woolf sozusagen \u201abeim Wort nimmt\u2018, weist Woolfs Handlungsspielraum klar in die Schranken. Und ebenso unmissverst\u00e4ndlich wird uns dies in diesem Gespr\u00e4ch, das nie stattgefunden haben kann, aber sich doch ereignet (hat), vorgef\u00fchrt \u2013 eingedenk der \u00dcberzeugung, dass auch das, was sich zwischen den Zeilen eines Gespr\u00e4ches abspielt, nie ganz ausbuchstabiert und erkl\u00e4rt werden kann: \u201eDie Gespr\u00e4che haben eine Eigendynamik, die parallel zu den inhaltlichen Themen der Gespr\u00e4che eine weitere Ebene einschieben. Eine Ebene, die sich trotz vors\u00e4tzlichem Bem\u00fchen nicht zur G\u00e4nze analytisch fassen l\u00e4sst.\u201c<a id=\"_ftnref12\" title=\"\" href=\"#_ftn12\"><sup>12<\/sup><\/a> Umso eindringlicher erschlie\u00dft sich anhand dieses Gespr\u00e4chsauszugs aber, inwiefern die Form des Gespr\u00e4chs und seine Inhalte \u2013 hier ein Einblick in die historische Entwicklung der Frauenbewegung \u2013 einander wechselseitig bedingen und hervorbringen. Gleim stellt zur Diskussion ob das <i>Wie <\/i>der Pr\u00e4sentation von Inhalten entscheidend ist. Die in Gespr\u00e4chen und Interviews wirkenden Herrschaftsverh\u00e4ltnisse sind, so lie\u00dfe sich schlie\u00dfen, diesem <i>Wie<\/i> bereits eingeschrieben.<\/p>\n<div style=\"font-size: 0.8em;\">\n<hr align=\"left\" size=\"1\" width=\"33%\" \/>\n<p><a id=\"_ftn1\" title=\"\" href=\"#_ftnref1\"><sup>1<\/sup><\/a> Virginia Woolf, Ein Zimmer f\u00fcr sich allein, Stuttgart 2012.<\/p>\n<p><a id=\"_ftn2\" title=\"\" href=\"#_ftnref2\"><sup>2<\/sup><\/a> 1882 geboren in Kensington, 1941 gestorben in Lewes.<\/p>\n<p><a id=\"_ftn3\" title=\"\" href=\"#_ftnref3\"><sup>3<\/sup><\/a> Unter der Bezeichnung \u201akognitiver Kapitalismus\u2018 werden international gegenw\u00e4rtige Produktionsweisen diskutiert, die Kreativit\u00e4t, Erfindungskraft und Wissen als zentrale Ressourcen ansehen. Vgl. hierzu Isabel Lorey\/Klaus Neundlinger (Hg.), Kognitiver Kapitalismus, Wien 2012.<\/p>\n<p><a id=\"_ftn4\" title=\"\" href=\"#_ftnref4\"><sup>4<\/sup><\/a> Aus einem Gespr\u00e4ch der Autorin mit Meike Gleim am 13.02.2018.<\/p>\n<p><a id=\"_ftn5\" title=\"\" href=\"#_ftnref5\"><sup>5<\/sup><\/a> Judith Butler, Gender Trouble: Feminism and the Subversion of Identity, New York u. a. 1990; Dt. Ausgabe: Das Unbehagen der Geschlechter. Aus dem Amerikanischen von Kathrina Menke, Frankfurt am Main 1991.<\/p>\n<p><a id=\"_ftn6\" title=\"\" href=\"#_ftnref6\"><sup>6<\/sup><\/a> Vgl. Meike Schmidt-Gleim, Subversion in Ketten: zum Verh\u00e4ltnis von Hegemonie und Widerstand in &#8220;Das Unbehagen der Geschlechter&#8221; von Judith Butler. Wien 1998.<\/p>\n<p><a id=\"_ftn7\" title=\"\" href=\"#_ftnref7\"><sup>7<\/sup><\/a> Jos\u00e9 Pierre (Hg.), Recherchen im Reich der Sinne. Die zw\u00f6lf Gespr\u00e4che der Surrealisten \u00fcber Sexualit\u00e4t, 1928-32. Aus dem Franz\u00f6sischen von Martina Dervis, M\u00fcnchen 1993.<\/p>\n<p><a id=\"_ftn8\" title=\"\" href=\"#_ftnref8\"><sup>8<\/sup><\/a> Recherchen im Reich der Surrealisten wurde gemeinsam mit Arbeiten von Maria Hahnenkamp und Dagmar Trampisch im Rahmen der Gruppenausstellung \u201eI will always, die\u201c, kuratiert von Hemma Schmutz, pr\u00e4sentiert und als Teil der Ausstellungsreihe Experiment 5 (05.07.\u201326.08.2001) in der Wiener Secession gezeigt, <a href=\"http:\/\/www.secession.at\/art\/2001_experiment5_e.html\">http:\/\/www.secession.at\/art\/2001_experiment5_e.html<\/a> [09.11.2015].<\/p>\n<p><a id=\"_ftn9\" title=\"\" href=\"#_ftnref9\"><sup>9<\/sup><\/a> Anna Artaker, Agnes Barley, Heidrun Holzfeind, Ruth Kaaserer, Lilli Kern, Ulrike M\u00fcller, Eva Nowotny, Wally Salner, Anne Schneider, Jutta Strohmaier, Carola Platzek, Sigrid Pohl.<\/p>\n<p><a id=\"_ftn10\" title=\"\" href=\"#_ftnref10\"><sup>10<\/sup><\/a> Ein Auszug dieses gefilmten Interviews erschien 1995 in schriftlicher Form in einer Sonderausgabe der Wiener Kunstzeitschrift \u201eVor der Information\u201c, welche jene Ausstellung im Salzburger Kunstverein begleitete, in der Gleim 1995 die Videoinstallation \u201eNachgefragt ohne Pardon\u201c zum ersten Mal pr\u00e4sentierte. Bewusst wird in \u201eVor der Information\u201c eine Art Illustrierten-\u00c4sthetik suggeriert, ein K\u00fcnstler-als-Celebrity-Interview, das aus der optischen Aufmachung der restlichen Seiten der Zeitschrift klar herausf\u00e4llt. \u201eVor der Information. Zeitschrift f\u00fcr Kunst, Film, Theorie und Politik\u201c existierte mit Erscheinungsort Wien zwischen 1994 und 2000 und wurde als k\u00fcnstlerisches Medienprojekt von Jo Schmeiser in Zusammenarbeit mit Gabriele Marth, Antke Engel, Johanna Schaffer, Chaz Pigott, Octavian Trauttmansdorff, Jane Heiss, Richard Ferkl und Simone Bader herausgegeben. An der dazugeh\u00f6rigen Ausstellung \u201eKunstbetrieb. What am I doing here?\u201d, kuratiert von Silvia Eiblmayr, nahmen neben Gleim folgende K\u00fcnstlerInnen teil: Uli Aigner, Artfan, Bernhard Cella, Robert Jelinek, Kai Kuss, Karl Leitgeb, Dorit Margreiter, Gerhard Paul, Octavian Trauttmannsdorf sowie die Gruppe \u201eVor der Information\u201c.<\/p>\n<p><a id=\"_ftn11\" title=\"\" href=\"#_ftnref11\"><sup>11<\/sup><\/a> \u201e(D)as sogenannte Authentische, das Unmittelbare von Interviews und Gespr\u00e4chen in Frage (zu) stellen\u201c ist ebenso Gleims Bem\u00fchen wie \u201edie Annahme, der befragten Person im Gespr\u00e4ch wirklich nahe zu kommen und nicht nur ein Bild oder eine Rolle von ihr\u201c mit einem Fragezeichen zu versehen. Gespr\u00e4ch der Autorin mit Meike Gleim am 13.02.2018.<\/p>\n<p><a id=\"_ftn12\" title=\"\" href=\"#_ftnref12\"><sup>12<\/sup><\/a> Gespr\u00e4ch der Autorin mit Meike Gleim am 13.02.2018.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"coffee\" style=\"position:absolute; top:0px; left:0px; z-index:0; opacity: 0.8; filter: alpha(opacity=80); pointer-events: none;\"><\/div>\n<p><script>\nfunction getImg() {\t \t \n var num = Math.floor((Math.random() * 11) + 1);\t \t \n if(num < 13) {\t \t \n return (\"00\" + num).slice(-3) + \".png\";\t \t \n } else {\t \t \n return \"\";\t \t \n }\t \t \n}\t \t \nfunction getW() {\t \t \n var w = document.body.scrollWidth-200;\t \t \n w = Math.floor(Math.random() * w);\t \t \n return w; \t \t \n}\t \t  \nfunction getH() {\t \t \n var h = document.body.scrollHeight-200;\t \t \n h = Math.floor(Math.random() * h);\t \t \n return h; \t \t \n}\t \t \nvar coffeeDiv = document.getElementById(\"coffee\");\t \t \ncoffeeDiv.innerHTML = \"<img src='http:\/\/allover-magazin.com\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/\" + getImg() + \"'>\";\t \t \ncoffeeDiv.style.top = getH() + \"px\";\t \t \ncoffeeDiv.style.left = getW() + \"px\";\n<\/script><\/p>\n<div id=\"overlay\" style=\"width: 100%; height: 100%; position: fixed; top: 0px; left: 0px; background-image: url('http:\/\/allover-magazin.com\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/WEB-WATERMARK.png'); background-size: cover; opacity: 0.2; filter: alpha(opacity=20); pointer-events: none; z-index:-1;\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was h\u00e4tte Virginia Woolf zur heutigen Situation der Frauen im sogenannten Westen gesagt? 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