{"id":2697,"date":"2017-04-03T09:53:34","date_gmt":"2017-04-03T07:53:34","guid":{"rendered":"http:\/\/allover-magazin.com\/?p=2697"},"modified":"2017-05-03T17:07:52","modified_gmt":"2017-05-03T15:07:52","slug":"ed-atkins-ausstellung-corpsing","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/allover-magazin.com\/?p=2697","title":{"rendered":"Ed Atkins&#8217; Ausstellung <em>Corpsing<\/em>"},"content":{"rendered":"<p>Das Frankfurter Museum f\u00fcr Moderne Kunst (MMK) zeigt seit Anfang Februar unter dem Titel <i>Ed Atkins. Corpsing<\/i> eine Ausstellung des britischen Videok\u00fcnstlers. Zwei digital generierte Videoarbeiten des K\u00fcnstlers bespielen achthundert Quadratmeter Ausstellungsfl\u00e4che im MMK. Die gesamte erste Ebene des Museums nimmt die f\u00fcnf-kanalige Videoarbeit <i>Hisser<\/i> (2015\/2017) ein. Eine zweite Arbeit, die vierkanalige Videoinstallation <i>Safe Conduct<\/i> (2016), wird in der zweiten Etage gezeigt.<\/p>\n<p><b>Ed Atkins\u2019 <i>Hisser<\/i><\/b><\/p>\n<div id=\"attachment_2741\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/allover-magazin.com\/?attachment_id=2741\" rel=\"attachment wp-att-2741\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2741\" class=\"size-large wp-image-2741\" src=\"http:\/\/allover-magazin.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/abb.1_EdAtkins_Hisser_2015_Installationsansicht_9-1024x683.jpg\" alt=\"Abb. 2: Ed Atkins, Ausstellungsansicht MMK Museum f\u00fcr Moderne Kunst Frankfurt am Main 2017; Filmstill, Hisser 2015\/2017. \" width=\"640\" height=\"427\" srcset=\"https:\/\/allover-magazin.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/abb.1_EdAtkins_Hisser_2015_Installationsansicht_9-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/allover-magazin.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/abb.1_EdAtkins_Hisser_2015_Installationsansicht_9-300x200.jpg 300w, https:\/\/allover-magazin.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/abb.1_EdAtkins_Hisser_2015_Installationsansicht_9-768x512.jpg 768w, https:\/\/allover-magazin.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/abb.1_EdAtkins_Hisser_2015_Installationsansicht_9.jpg 1260w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2741\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 1: Ed Atkins, Ausstellungsansicht MMK Museum f\u00fcr Moderne Kunst Frankfurt am Main 2017; Filmstill, Hisser 2015\/2017.<\/p><\/div>\n<p>Vier gro\u00dfe R\u00e4ume f\u00fcllt die am Computer generierte Videoarbeit <i>Hisser<\/i> von Ed Atkins. Im davorliegenden Raum, der Eingangshalle des MMK, ist ein Poster mit Wolfsmotiv, welches in <i>Hisser<\/i> wieder auftauchen wird, angebracht; ansonsten ist die gro\u00dfe Halle lediglich von den Stimmen und der Musik, die Atkins Arbeit begleiten, erf\u00fcllt. Im ersten Raum sind drei Leinw\u00e4nde gleicher Gr\u00f6\u00dfe hintereinander gestaffelt aufgestellt, sodass von einem Blickwinkel aus die Betrachtung aller drei Projektionsfl\u00e4chen gleichzeitig m\u00f6glich ist (Abb. 1). Sie alle zeigen simultan die Videobilder von <i>Hisser<\/i>; die Arbeit tritt im Raum folglich verdreifacht auf. Folgt man dem Ausstellungsaufbau in die zwei folgenden R\u00e4ume wird jeweils eine Leinwand von unterschiedlicher Gr\u00f6\u00dfe sichtbar. Auch sie zeigen die gleichen, simultan ablaufenden Bilder aus <i>Hisser<\/i>. Im zweiten, sehr weitl\u00e4ufigen Raum ist es den BetrachterInnen aufgrund der Raumgr\u00f6\u00dfe gestattet, einen weiten Abstand zur Projektionsfl\u00e4che einzunehmen. Im darauffolgenden dritten Raum hingegen verdoppelt sich die Gr\u00f6\u00dfe der Leinwand, w\u00e4hrend die Weitl\u00e4ufigkeit des Raumes abnimmt \u2013 so werden die BetrachterInnen dicht vor die Leinwand gezwungen. Den Blick vom Geschehen in <i>Hisser<\/i> abzuwenden ist in diesem Raum nicht mehr m\u00f6glich. Durch die Unterschiedlichkeit der R\u00e4ume und der Bildfl\u00e4chen schafft Atkins verschiedenartige Zug\u00e4nge zur Arbeit.<\/p>\n<p><b>Schuld und S\u00fchne bei Ed Atkins<\/b><\/p>\n<p>Auf den f\u00fcnf Projektionsfl\u00e4chen, die <i>Hisser<\/i> zeigen, erscheint immer wieder das Gesicht einer m\u00e4nnlichen Figur, deren hyperrealistische Nachbildung jede Gesichtspore zu erkennen gibt. Als w\u00e4ren die BetrachterInnen stille BeobachterInnen eines zum Leben erwachten Puppenhauses, zeigt das Video eine Seitenansicht des Schlafzimmers des Protagonisten (Abb. 2). Doch in diesem Schlafzimmer ist keine Intimit\u00e4t zu finden: Wie in einem verlassenen Jugendzimmer h\u00e4ngen vergessene Poster an der Wand. Eines von ihnen zeigt das erw\u00e4hnte Wolfsmotiv, das auch in der Eingangshalle des MMK zu sehen ist. Das Bett ist l\u00e4ngst zu klein geworden f\u00fcr seinen Bewohner; ein Fernseher zeigt stets ein wei\u00dfes Bild. Die Fotografien, welche die Figur in einer Szene durch die Finger gleiten l\u00e4sst, sind wie ausradiert. Trotz der zahlreichen Blumen und des reich gef\u00fcllten B\u00fccherregals wirkt der Raum unbewohnt, leer sogar.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"14.\u0130stanbul Bienali \u2013 Ed Atkins &amp;apos;&amp;apos;Hisser&amp;apos;&amp;apos;\" width=\"640\" height=\"360\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/_RkHCnfqdh8?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><br \/>\n<span class=\"wp-caption-text\" style=\"font-size: 0.8em;\">Teaser zu Ed Atkins, Hisser, f\u00fcr die 14. Istanbul Biennale, 2015<\/span><\/p>\n<p>Mal belebt die Figur die Szene, mal ist das Zimmer allein mit sich. Mal ist die Einstellung mit melancholischer Pop-Musik unterlegt, mal ist nur Stra\u00dfenl\u00e4rm und ein Atmen zu h\u00f6ren. Begegnet uns der Protagonist, ist er stets niedergeschlagen. Mit vor Trauer verzerrtem Gesicht wird zum Lied angestimmt: \u201eI didn\u2019t know life was so sad\u201c. Doch woher kommt diese Trauer? An anderer Stelle hei\u00dft es nur \u201eI didn\u2019t know &#8230; sorry &#8230; sorry &#8230; sorry\u201c. Wof\u00fcr entschuldigt sich der Protagonist? Was ist vorgefallen? Ist er der \u201ehisser\u201c (\u201eZischer\u201c)? Was aber zischt er?<\/p>\n<p>In seiner abgeschlossenen Welt, dem melancholischen Jugendzimmer, hat der Protagonist keinen Kontakt zu anderen Personen. So einsam und leer wie die Wirkung des Zimmers bleibt auch die Figur. Sie ist allein, traurig, verlassen. Um sie herum gibt es nur die Relikte einer Vergangenheit, die l\u00e4ngst ausgeblichen und unerreichbar ist. F\u00fcr das Vergangene eine Entschuldigung zu finden, scheint nicht m\u00f6glich, auch wenn die Figur so oft in Worten darum zu ringen scheint. Ihr bleibt die Musik und der Versuch einen Ort zu finden, an dem sie zur Ruhe kommen kann. Doch wird das Zimmer von Ersch\u00fctterungen, Erdbeben oder dem pl\u00f6tzlichen \u00d6ffnen des Untergrundes \u2013 als w\u00fcrde es \u201evom Erdboden verschluckt\u201c<a id=\"_ednref1\" title=\"\" href=\"#_edn1\">[1]<\/a> \u2013 heimgesucht. Auch in der leeren Wei\u00dfe des Fernsehermonitors, in welche die Figur nackt eintritt, kann sie nichts finden: Kontinuierlich wiederholt sie ihr stetes \u201esorry\u201c. Durch die melancholische Pop-Musik und die einsame Leere der Figur und ihrer Umgebung ist Atkins Arbeit von Traurigkeit, Schuldbewusstsein und dem Wunsch, Abbitte zu leisten, gepr\u00e4gt. Durch die Unterbrechungen und St\u00f6rungen der Konsistenz des Ablaufs des Videos wird zugleich jeder Wunsch nach emotionaler Stabilit\u00e4t untergraben.<\/p>\n<p>Nach zwanzig Minuten beginnt das Video erneut \u2013 der Anfang und der Schluss der Videoarbeit sind jedoch weitgehend undefiniert. Der \u201ehisser\u201c bleibt zur\u00fcck, im endlosen Loop seiner Welt gefangen.<\/p>\n<p><b>Illusion und Traum<\/b><\/p>\n<p>Die Figur, die in <i>Hisser<\/i> auf die B\u00fchne der Videoerz\u00e4hlung tritt, wird vom Ausstellungstext des MMK als Ed Atkins anhaltende Reflexion von Originalit\u00e4t, Authentizit\u00e4t und Identit\u00e4t des Ichs aufgefasst. So sei die dargestellte Figur ein Alter Ego des K\u00fcnstlers, das um seine Authentizit\u00e4t bangen m\u00fcsse.<a id=\"_ednref2\" title=\"\" href=\"#_edn2\">[2]<\/a> Auch der Titel der Ausstellung <i>Corpsing<\/i> unterst\u00fctzt diese Interpretation. Unter dem Kunstwort \u201ecorpsing\u201c versteht man im Film oder Theater die Aufgabe einer gespielten Rolle aufgrund pl\u00f6tzlich ausbrechenden Lachens der Schauspielerin<i>.<\/i> Das Wort leitet sich aus jener Situation her, in der eine Schauspielerin einen Leichnam, also \u201ecorpse\u201c, darstellt und dabei in Gel\u00e4chter verf\u00e4llt. Im allgemeinen Sinn bezeichnet \u201ecorpsing\u201c im Film- und Theaterjargon folglich das Aus-der-Rolle-Fallen der Schauspielerin, was die Illusion des Films verschwinden l\u00e4sst. Die \u201ewahre\u201c Identit\u00e4t kommt zum Vorschein und stellt die \u201eOriginalit\u00e4t\u201c der Realit\u00e4t wieder her. Als erwache die Schauspielerin aus einem Traum, kehrt sie zur\u00fcck in die Wirklichkeit und kennzeichnet den Film dadurch als Schein oder Unwahrheit.<\/p>\n<div id=\"attachment_2742\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/allover-magazin.com\/?attachment_id=2742\" rel=\"attachment wp-att-2742\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2742\" class=\"size-large wp-image-2742\" src=\"http:\/\/allover-magazin.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/abb.2_EdAtkins_Hisser_2015_Installationsansicht_7-1024x683.jpg\" alt=\"Abb. 1: Ed Atkins, Ausstellungsansicht MMK Museum f\u00fcr Moderne Kunst Frankfurt am Main 2017; Filmstill, Hisser 2015\/2017.\" width=\"640\" height=\"427\" srcset=\"https:\/\/allover-magazin.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/abb.2_EdAtkins_Hisser_2015_Installationsansicht_7-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/allover-magazin.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/abb.2_EdAtkins_Hisser_2015_Installationsansicht_7-300x200.jpg 300w, https:\/\/allover-magazin.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/abb.2_EdAtkins_Hisser_2015_Installationsansicht_7-768x512.jpg 768w, https:\/\/allover-magazin.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/abb.2_EdAtkins_Hisser_2015_Installationsansicht_7.jpg 1260w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2742\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 2: Ed Atkins, Ausstellungsansicht MMK Museum f\u00fcr Moderne Kunst Frankfurt am Main 2017; Filmstill, Hisser 2015\/2017.<\/p><\/div>\n<p>Unter diesen Pr\u00e4missen m\u00f6chte die Interpretation des MMK die Videoarbeit <i>Hisser<\/i> als eine Konstruktion von Wirklichkeit lesen, die die individuellen Konflikte \u2013 wie \u201eEinsamkeit, Entfremdung und Verg\u00e4nglichkeit\u201c \u2013 des K\u00fcnstlers Ed Atkins auf allgemein-gesellschaftliche Entwicklungen \u201eder postdigitalen Gegenwart\u201c \u00fcbertr\u00e4gt.<a id=\"_ednref3\" title=\"\" href=\"#_edn3\">[3]<\/a> Ed Atkins schaffe sich in der Figur des \u201ehissers\u201c ein Alter Ego, das an seiner Stelle \u201ein k\u00fcnstlichen Welten tiefgreifende Krisen\u201c durchlebe.<a id=\"_ednref4\" title=\"\" href=\"#_edn4\">[4]<\/a> Diese konstruierte Welt k\u00f6nne dabei keine Eigenst\u00e4ndigkeit erlangen, sondern bleibe abh\u00e4ngig vom sch\u00f6pfenden K\u00fcnstlersubjekt Ed Atkins. Es seien allein seine Gedanken, W\u00fcnsche, Bed\u00fcrfnisse und Begehren, die die Welt des \u201ehissers\u201c ausmachen und ihm Leben einhauchen. In dieser Interpretation erscheint Atkins\u2019 zweites Ich im Video <i>Hisser<\/i>, das ihm als Traumwelt den M\u00f6glichkeitsrahmen gibt, individuell-psychische Konflikte zu durchleben und zu verarbeiten. Dabei ist eine subjektivistische Ausdrucks\u00e4sthetik impliziert, die den Gehalt des Kunstwerks vom K\u00fcnstler abh\u00e4ngig macht, das hei\u00dft im Fall <i>Hisser<\/i> von Atkins\u2019 subjektivem Verlangen nach Schuld und Abbitte, aber auch Sexualit\u00e4t und deren Befriedigung. Legt man der Videoarbeit <i>Hisser<\/i> also eine Konstruktion von Wirklichkeit durch die individuell-psychologische Verfasstheit des K\u00fcnstlers zugrunde, so ist das Kunstwerk einerseits in eine Verwandtschaft mit Tr\u00e4umen oder geistigen Ausnahmezust\u00e4nden ger\u00fcckt.<a id=\"_ednref5\" title=\"\" href=\"#_edn5\">[5]<\/a> Andererseits bleibt unklar, auf welche Weise die Problematik einer ganzen Generation durch die Arbeit <i>Hisser<\/i> eingefangen werden kann, wie der Ausstellungstext des MMK verlauten l\u00e4sst \u2013 wenn der Gehalt einzig vom K\u00fcnstler und seiner Konstruktion eines Alter Egos und dessen Umwelt abh\u00e4ngig sei.<\/p>\n<p>Die Interpretation des MMK r\u00fcckt <i>Hisser<\/i> damit in die N\u00e4he der Traumgebilde, wie Sigmund Freud sie vor Augen hatte.<a id=\"_ednref6\" title=\"\" href=\"#_edn6\">[6]<\/a> Als \u201eWunscherf\u00fcllung\u201c konstituiert, ist der Traum Ergebnis eines \u2013 vom individuell-psychischen Charakter der Tr\u00e4umenden abh\u00e4ngigen \u2013Zusammenkommens von unbewussten Denkvorg\u00e4ngen und W\u00fcnschen sowie ihrer vorbewussten Verarbeitung (Traumarbeit). Dabei ist der Traum durch den Zustand des Schlafs selbstverst\u00e4ndlich geschieden von den Vorg\u00e4ngen der Wirklichkeit und doch konstruiert er \u201ewirklichkeits\u00e4hnliche\u201c Welten. Diese verbleiben allerdings stets in (inhaltlicher) Abh\u00e4ngigkeit zur Tr\u00e4umenden: So bricht der Traum ab, sobald die Person erwacht und so sind die Inhalte des Traums aus dem Unbewussten und dessen Verarbeitung im Vorbewussten gespeist. <i>Hisser<\/i> wird in der Interpretation des MMK insofern in die N\u00e4he des Traums ger\u00fcckt, als auch Atkins\u2019 Videoarbeit als Ergebnis eines individuellen Kunstschaffens, das von dem psychologischen Erleben des K\u00fcnstlers abh\u00e4ngig zu sein scheint, begriffen wird. Wie bei der Traumarbeit werden die unbewussten Begehren, W\u00fcnsche und Gedanken von Atkins in die Form der Videobilder \u00fcberf\u00fchrt.<\/p>\n<p>Das \u201ecorpsing\u201c kann in der Interpretation des MMK, die eine traumhafte Struktur des Videos veranschlagt, nur als widerspr\u00fcchliches Moment gedeutet werden: Wenn in einer von Atkins generierten Welt die Figur in einer Szene der gr\u00f6\u00dften emotionalen Anspannung lachen muss, dann wird darin der illusion\u00e4re Charakter des Videos reflektiert.<\/p>\n<p><b>Das Alter Ego als \u201ecorpse\u201c<\/b><\/p>\n<p>Wird <i>Hisser<\/i> als traumhaftes Gebilde begriffen, ist das \u201ecorpsing\u201c mit dem Moment des Erwachens gleichzusetzen. Indem der Protagonist in <i>Hisser<\/i> lachen muss, in jenem Moment, als sich schon Tr\u00e4nen in seinen Augen sammeln, wird der Traum beendet und das Alter Ego seiner Traumhaftigkeit \u00fcberf\u00fchrt. Die Figur ist aus ihrer Rolle gefallen: Durch das \u201ecorpsing\u201c w\u00fcrde dieser Deutung zufolge nur deutlich, dass der Protagonist ein Alter Ego des K\u00fcnstlers ist und damit keine eigenst\u00e4ndige Realit\u00e4t besitzt. Der \u201ehisser\u201c bleibt damit tot, wenn nicht der tr\u00e4umende K\u00fcnstler Atkins ihm Leben einhaucht.<\/p>\n<p>Doch ist die Figur in <i>Hisser<\/i> alles andere als ein \u201ecorpse\u201c, eine Leiche. Anstatt als totes Gebilde den Trauminhalten des Sch\u00f6pfers Atkins zu folgen, entwickelt sie vielmehr ein Eigenleben. Indem sie mit den Betrachtenden \u00fcber Gef\u00fchle, die geteilt werden, \u2013 wie beispielsweise Einsamkeit oder Schuldbewusstsein \u2013 in Beziehung tritt, wird auf eine Eigenst\u00e4ndigkeit der Figur verwiesen. Weil die emotionale Sprache des \u201ehissers\u201c so wirksam ist (und mindestens die Empathie der Betrachtenden weckt), kann es sich nicht schlicht um ein Alter Ego des K\u00fcnstlers handeln. Als Kunstwerk kann sich das Video, E. H. Gombrich zufolge, nicht wie ein Traum allein auf die Erfahrung eines einzigen Subjektes beziehen. Es setzt sich vielmehr aus eigenen und intersubjektiv erfahrenen Gedanken, Emotionen und Begehren zusammen.<a id=\"_ednref7\" title=\"\" href=\"#_edn7\">[7]<\/a> Auch Atkins\u2019 Figur muss demnach als eine Summe von Erfahrungsmaterial begriffen werden.<\/p>\n<p>Als Summe von Erfahrungen ist auch das computergenerierte Video Ergebnis einer k\u00fcnstlerischen Arbeit, in der unbewusstes Material auf eine vorbewusste Verarbeitung trifft \u2013 um es in psychoanalytischer Terminologie zu sagen. Das Kunstwerk verweist in zweifacher Hinsicht auf eine soziale Komponente: Einerseits ist das unbewusste Material, aus dem es sich inhaltlich zusammensetzt, \u201eauf Erfahrungen auf[ge]baut, die er [der K\u00fcnstler] an sich und an anderen gemacht hat\u201c.<a id=\"_ednref8\" title=\"\" href=\"#_edn8\">[8]<\/a> Andererseits ist das Kunstwerk durch die vorbewusste \u00dcbertragung in die \u201eSprache\u201c der Kunst von einem \u201egemeinsamen Kulturbesitz\u201c beeinflusst und in diesen eingeschrieben.<a id=\"_ednref9\" title=\"\" href=\"#_edn9\">[9]<\/a> Auch die Figur in <i>Hisser<\/i> ist folglich im Unbewussten aus gesellschaftlich vermittelten Gef\u00fchls- und Triebregungen entstanden und wird durch vorbewusste Bearbeitung in ein gesellschaftlich lesbares Medium der Kunst, in diesem Fall der computergenerierten Videokunst, \u00fcbertragen.<\/p>\n<p>In der psychologischen Struktur \u00e4hnelt diese Bestimmung eines Kunstwerks auf den ersten Blick tats\u00e4chlich derer, die Freud f\u00fcr den Traum ausmachte. Auch Freud begriff den Traum als das Unbewusste, das in die vorbewusste \u201eSprache\u201c des manifesten Trauminhaltes ger\u00fcckt wurde. In dieser Hinsicht behielte die Rede einer zweiten traumhaften Realit\u00e4t also G\u00fcltigkeit. Doch w\u00e4hlt die vorbewusste Bearbeitung des Traums eine Sprache oder Ausdrucksform, die unverstanden, r\u00e4tselhaft und unsinnig bleibt: \u201eDer Traum ist ein vollkommen asoziales seelisches Produkt; er hat einem anderen nichts mitzuteilen [\u2026]\u201c<a id=\"_ednref10\" title=\"\" href=\"#_edn10\">[10]<\/a>.<\/p>\n<p>Ed Atkins\u2019 Figur und die Welten, die sie belebt, als traumhafte Gebilde, die zwischen Realit\u00e4t und Illusion oszillieren, zu begreifen, vergisst die \u201eAsozialit\u00e4t\u201c von Tr\u00e4umen und die \u201eSozialit\u00e4t\u201c von Kunstwerken zu denken, wie Freud sie bestimmte. Wenn das MMK eine Lesbarkeit des Videos <i>Hisser <\/i>verlauten l\u00e4sst, die \u00fcber Atkins\u2019 Selbstverst\u00e4ndnis hinausgeht und einer \u201epostdigitale Generation\u201c offen steht, so kann weder von einer subjektivistischen Kunsttheorie, in der alle Inhalte vom individuellen Erleben des K\u00fcnstlersubjekts abh\u00e4ngen, noch von einer Traumhaftigkeit, in der alle Inhalte vom individuell-psychischen Charakter des K\u00fcnstlersubjekts abh\u00e4ngen, ausgegangen werden. Dagegen m\u00f6chte ich dazu anregen, Ed Atkins\u2019 Arbeit <i>Hisser<\/i> nicht als traumhafte Welt zu lesen, sondern, wie bereits Gombrich in seinen Vorlesungen zu Sigmund Freud, einen Zusammenhang von Kunstwerk und Witz behaupten.<a id=\"_ednref11\" title=\"\" href=\"#_edn11\">[11]<\/a><\/p>\n<p><b>Kunst als Traum oder als Witz?<\/b><\/p>\n<p>Im Gegensatz zur Auffassung eines traumhaften Kunstwerks, das eine (riskante) Affinit\u00e4t zu geistigen Ausnahmezust\u00e4nden und zum subjektivistischen Geniekult zeigt, verweist die psychologische Struktur des Witzes auf eine gesellschaftliche und damit objektive Gr\u00f6\u00dfe. Der Witz greift, wie oben auch f\u00fcr das Kunstwerk gezeigt, auf zweierlei \u201eEntstehungsquellen\u201c zur\u00fcck: Zum einen werden durch Verschiebung und Umdeutung im Unbewussten neue inhaltliche Verkn\u00fcpfungen, die sowohl im Medium der Bilder oder Worte als auch f\u00fcr Gef\u00fchle oder Begehren entstehen k\u00f6nnen, hergestellt. Auch wenn diese neuen Verkn\u00fcpfungen zun\u00e4chst willk\u00fcrlich oder unverst\u00e4ndlich erscheinen m\u00fcssen, weil sie anders zusammengebracht werden als im Bewusstsein, deuten sie auf eine \u201eWahrheit\u201c, die sonst im Unbewussten verschlossen liegt. Denn was au\u00dferhalb des Witzes im Dunkeln des Unbewussten und Verdr\u00e4ngten verbleibt, wird durch die Ausgestaltung als Witz sowohl individuell als auch intersubjektiv-gesellschaftlich verhandelbar. Der Witz in seiner sprachlichen Form gibt die M\u00f6glichkeit der allgemeinen Teilnahme. Seine Verst\u00e4ndlichkeit, seine Intersubjektivit\u00e4t, fu\u00dft \u201eauf dem gemeinsamen Kulturbesitz, vor allem auf dem gemeinsamen Besitz der Sprache\u201c.<a id=\"_ednref12\" title=\"\" href=\"#_edn12\">[12]<\/a> Die Sprache kommt den unbewussten Inhalten, wie Gombrich sich ausdr\u00fcckt, \u201eentgegen\u201c, weil der Witz genauso wie die Kunst eine Ausdrucksform finden muss, die im Gegensatz zum Traum nicht nur dem\/der Tr\u00e4umenden zug\u00e4nglich ist.<\/p>\n<p>Unterscheidet man Form und Inhalt, so bezieht der Witz seinen Inhalt aus dem Unbewussten, das sich aus Erfahrungen speist, die der\/die Scherzende an sich und an anderen macht, und bezieht seine Form analog zur Verarbeitung des unbewussten Materials durch das Vorbewusste aus der \u201e\u00dcbersetzung\u201c des Materials in sprachliche Strukturen. Wie die Sprache dem Witz \u201eentgegenkommt\u201c und seine unbewussten Inhalte \u00fcbersetzt, kommt die Stilsprache dem Unbewussten im Kunstwerk entgegen. <a id=\"_ednref13\" title=\"\" href=\"#_edn13\">[13]<\/a> Der gemeinsame Kulturbesitz in der Form von Sprache oder Stilsprache bildet die Grundbedingung f\u00fcr die allgemeine Lesbarkeit und Verst\u00e4ndlichkeit des Witzes oder des Kunstwerks. Der Traum hingegen, der Unbewusstes und Verdr\u00e4ngtes zum Ausdruck bringt, will unerkannt bleiben, das hei\u00dft das Verdr\u00e4ngte soll nicht hervortreten und erkannt werden. Er verzichtet darauf, sich in einer allgemein verst\u00e4ndlichen Sprache zu artikulieren \u2013 zugunsten einer gleichzeitigen \u201eBefreiung und <i>Verh\u00fcllung<\/i> von Wunschphantasien\u201c.<a id=\"_ednref14\" title=\"\" href=\"#_edn14\">[14]<\/a> Erst die Analytikerin vermag es, die Inhalte des Traums in Sprache zu \u00fcbersetzen.<\/p>\n<p>Es kommen also sowohl in der psychologischen Struktur des Witzes als auch des Traumes unbewusste Regungen zum Ausdruck, die sonst unterdr\u00fcckt w\u00fcrden. Doch hat der Witz den entscheidenden Zusatz, auf ein Publikum angewiesen zu sein, das zun\u00e4chst den Witz verstehen und dann lachend auf ihn eingehen kann. W\u00e4hrend der Traum also erstens unerkannt und zweitens \u201easozial\u201c bleibt, ist der Witz darauf angewiesen, dass man ihn versteht und auf ihn reagiert.<a id=\"_ednref15\" title=\"\" href=\"#_edn15\">[15]<\/a> Damit wird deutlich, dass auch Kunstwerke \u2013 und insbesondere die Videos von Atkins \u2013 ihrer psychologischen Struktur nach nicht den Traumgebilden sondern vielmehr dem Witz gleichen.<\/p>\n<p><b><i>Hisser<\/i> als Witz<\/b><\/p>\n<p>Das Kunstwerk nicht als Traum, sondern als Witz aufgefasst, zeigt uns, dass nicht nur Atkins in dem Protagonisten steckt, sondern auch wir, die Anderen. Der Witz und die Kunstwerke Ed Atkins\u2019 kommunizieren notwendig nach au\u00dfen. Wir nehmen an ihnen teil: Weil wir den Film schauen und ihn \u00e4sthetisch verstehen k\u00f6nnen; weil wir die unbewussten oder verdr\u00e4ngten Gef\u00fchle, Regungen und Begehren, die in <i>Hisser<\/i> zum Ausdruck kommen, teilen. Die Verkn\u00fcpfungen und Verschiebungen, die im Kunstwerk vorgenommen werden, w\u00e4ren demnach nicht wie der Traum auf psychoanalytische Deutungsarbeit angewiesen. Gerade eine emotional derart stark wirksame Arbeit wie <i>Hisser<\/i> verdeutlicht, dass die Gef\u00fchle und Bilder, die das Video weckt, sich erstens nicht nur aus Atkins\u2019 Erleben allein speisen \u2013 sondern sich aus gesellschaftlich vermittelten Gef\u00fchlsregungen und Eindr\u00fccken ergeben, die wir alle kennen. Und daraus folgt zweitens, dass die Bilder und Motive des Films <i>Hisser<\/i> nicht nur f\u00fcr Atkins selbst funktionieren und nicht nur auf seine individuellen Reflexionen von Identit\u00e4t verweisen.<\/p>\n<p>Auch das Ph\u00e4nomen des \u201ecorpsing\u201c erscheint im Rahmen der psychologischen Struktur des Kunstwerkes als Witz nicht nur als ein Aufgeben der Rolle, das auf die Illusion verweist. Das Herausfallen aus der Rolle vollzieht sich beim \u201ecorpsing\u201c durch Gel\u00e4chter. Psychoanalytisch gelesen offenbart das Lachen dass Zusammenh\u00e4nge und Verbindungslinien gezogen wurden, die im Bewusstsein nicht vorgesehen sind. Wenn die Schauspielerin ihren eigenen Tod zu spielen hat und dabei ins Lachen verf\u00e4llt, wird nicht nur auf die Illusion des gespielten Leichnams hingewiesen, sondern auch auf die psychologische Abwehr eines Zustandes, in dem man nicht mehr ist und nichts mehr zu sagen hat. Das Szenario des eigenen Todes ist nicht gestattet und wird verdr\u00e4ngt: Es wird gelacht.<\/p>\n<p>Auch die Figur in <i>Hisser<\/i> verf\u00e4llt in ein verzerrtes L\u00e4cheln, als sie das Gef\u00fchl der Traurigkeit \u00fcbermannt. W\u00e4hrend die Musik zu \u201eI didn\u2019t know life was so sad and I cry\u201c ert\u00f6nt, die Figur dazu ihre Lippen bewegt und am H\u00f6hepunkt der Gef\u00fchlsregung zu sein scheint, f\u00e4llt sie in diesem Moment \u2013 wie beim \u201ecorpsing\u201c \u2013 aus der Trance des Liedes heraus. Die Figur beginnt sich zu r\u00e4uspern und muss l\u00e4cheln. Liegt es nahe, zu meinen, sie l\u00e4chle \u00fcber die Frage ihres eigenen repr\u00e4sentationalen Status? Bin ich \u201ewirklich\u201c oder blo\u00dfes Abbild? L\u00e4chelt sie nicht vielmehr, weil das Gef\u00fchl, das sie \u00fcberw\u00e4ltigt, zu Bewusstsein kommt, zu stark wird und abgesch\u00fcttelt werden muss?<\/p>\n<p>So wie die szenischen Abfolgen von <i>Hisser<\/i> von st\u00e4ndigen Abbr\u00fcchen, Schnitten und Inkonsistenzen gepr\u00e4gt sind, ist auch die Gef\u00fchlsregung immer wieder unterbrochen. Ein L\u00e4cheln bringt zu Ende, was nicht sein darf: Eine \u00fcberw\u00e4ltigende Trauer \u00fcber das, was geschehen ist oder gerade geschieht. <i>Hisser<\/i> kann als Film gelesen werden, der gesellschaftlich geteilte Emotionen und Verdr\u00e4ngtes aus einer Art \u201ekollektivem\u201c Unbewussten aufzeigt. Doch tut die Arbeit dies in der psychologischen Struktur des Witzes, was bedeutet, dass das \u201ekollektive\u201c Unbewusste nicht unmittelbar verbalisiert wird, sondern als \u201eMaterial\u201c der Kunst zugef\u00fchrt wird. Die Kunst \u2013 oder der Witz \u2013 stellt sich damit als ein Bereich dar, in dem gesellschaftliche Erfahrungen, die sonst im Unbewussten und Verdr\u00e4ngten schlummern, zu Tage treten k\u00f6nnen \u2013 ohne zensiert oder unterdr\u00fcckt zu werden.<\/p>\n<p>\u00dcber den Witz wird gelacht, weil etwas ausgesprochen wird, dessen Artikulation eigentlich vom Bewussten oder der Zensur, wie Freud sie nennt, verboten ist.<a id=\"_ednref16\" title=\"\" href=\"#_edn16\">[16]<\/a> Durch das Lachen und durch die Markierung als Witz wird die Artikulation akzeptabel oder unsch\u00e4dlich.<a id=\"_ednref17\" title=\"\" href=\"#_edn17\">[17]<\/a> Die Zensur ist demnach inaktiv. Wird der Moment des \u201ecorpsing\u201c unter diesen Gesichtspunkten verstanden, verweist das Lachen auf mehr als nur die Frage des repr\u00e4sentationalen Status. In der Figur werden gesellschaftlich Verdr\u00e4ngtes, \u00c4ngste und Leiden personifiziert, die durch die formale Br\u00fcchigkeit des Films, aber auch durch den Moment des \u201ecorpsing\u201c, gest\u00f6rt werden. Was in der psychologischen Struktur des Witzes das Lachen ist, erscheint in <i>Hisser<\/i> als formale Br\u00fcchigkeit und als das \u201ecorpsing\u201c der Figur. Der Bruch (durch das Lachen) wird n\u00f6tig, damit das sonst Verbotene zum Ausdruck gebracht werden kann. Das Video fragt also nicht nach der Wahrhaftigkeit der in ihm dargestellten Figur und ihrer Gef\u00fchle. Im Gegenteil: Ihre Gef\u00fchle sind so real und aufs engste mit den unseren verbunden, dass sie nur im \u201eunsch\u00e4dlich\u201c gemachten Medium der Kunst \u2013 oder im Witz \u2013 geltend gemacht werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><i>Ed Atkins. Corpsing, <\/i>3. Februar \u2013 14. Mai 2017, MMK1, Frankfurt am Main.<\/p>\n<div style=\"font-size: 0.8em;\">\n<hr align=\"left\" size=\"1\" width=\"33%\" \/>\n<p><a id=\"_edn1\" title=\"\" href=\"#_ednref1\">[1]<\/a> Vgl. Museum f\u00fcr Moderne Kunst Frankfurt am Main, Pressemitteilung 02.02.2017, Ed Atkins. Corpsing. URL: <a href=\"http:\/\/mmk-frankfurt.de\/fileadmin\/user_upload\/Presse\/Pressemitteilungen_Neue _Website\/2017\/PM_Atkins.pdf\">http:\/\/mmk-frankfurt.de\/fileadmin\/user_upload\/Presse\/Pressemitteilungen_Neue<br \/>\n_Website\/2017\/PM_Atkins.pdf<\/a> [26.03.2017].<br \/>\n<a id=\"_edn2\" title=\"\" href=\"#_ednref2\">[2]<\/a> Vgl. Ebd.<br \/>\n<a id=\"_edn3\" title=\"\" href=\"#_ednref3\">[3]<\/a> Vgl. Ebd.<br \/>\n<a id=\"_edn4\" title=\"\" href=\"#_ednref4\">[4]<\/a> Vgl. Ebd.<br \/>\n<a id=\"_edn5\" title=\"\" href=\"#_ednref5\">[5]<\/a> Vgl. E. H. Gombrich, Sigmund Freud und die Theorie der K\u00fcnste, in: Richard Woodfield (Hg.), Das Gombrich Lesebuch, Berlin 2003, S. 193f.<br \/>\n<a id=\"_edn6\" title=\"\" href=\"#_ednref6\">[6]<\/a> Vgl. Sigmund Freud, Der Witz und seine Beziehung zum Unbewu\u00dften, 17. Auflage, Frankfurt 1978, S. 131f.<br \/>\n<a id=\"_edn7\" title=\"\" href=\"#_ednref7\">[7]<\/a> Gombrich 2003, S. 203.<br \/>\n<a id=\"_edn8\" title=\"\" href=\"#_ednref8\">[8]<\/a> Ebd.<br \/>\n<a id=\"_edn9\" title=\"\" href=\"#_ednref9\">[9]<\/a> Gombrich 2003, S. 200.<br \/>\n<a id=\"_edn10\" title=\"\" href=\"#_ednref10\">[10]<\/a> Freud 1978, S. 145f.<br \/>\n<a id=\"_edn11\" title=\"\" href=\"#_ednref11\">[11]<\/a> Vgl. Gombrich 2003, S. 189\u00ad \u2013 209.<br \/>\n<a id=\"_edn12\" title=\"\" href=\"#_ednref12\">[12]<\/a> Gombrich 2003, S. 200.<br \/>\n<a id=\"_edn13\" title=\"\" href=\"#_ednref13\">[13]<\/a> Gombrich 2003, S. 203.<br \/>\n<a id=\"_edn14\" title=\"\" href=\"#_ednref14\">[14]<\/a> Gombrich 2003, S. 199 (Hervorhebung J.M.).<br \/>\n<a id=\"_edn15\" title=\"\" href=\"#_ednref15\">[15]<\/a> Vgl. Christiane Voss, Humor als Meta-Medium der Kritik, in: diskus. Frankfurter Student_innenzeitschrift, Vol. 53, Juli 2014, S. 31.<br \/>\n<a id=\"_edn16\" title=\"\" href=\"#_ednref16\">[16]<\/a> Vgl. Ebd.<br \/>\n<a id=\"_edn17\" title=\"\" href=\"#_ednref17\">[17]<\/a> Freud 1978, S. 130.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Frankfurter Museum f\u00fcr Moderne Kunst (MMK) zeigt seit Anfang Februar unter dem Titel Ed Atkins. Corpsing eine Ausstellung des britischen Videok\u00fcnstlers. Zwei digital generierte Videoarbeiten des K\u00fcnstlers bespielen achthundert Quadratmeter Ausstellungsfl\u00e4che im MMK. Die gesamte erste Ebene des Museums &hellip; <a href=\"https:\/\/allover-magazin.com\/?p=2697\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":73,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"footnotes":""},"categories":[129,11],"tags":[],"class_list":["post-2697","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-ausgabe-12","category-ausstellungsbesprechungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/allover-magazin.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2697","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/allover-magazin.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/allover-magazin.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/allover-magazin.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/73"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/allover-magazin.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2697"}],"version-history":[{"count":18,"href":"https:\/\/allover-magazin.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2697\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2914,"href":"https:\/\/allover-magazin.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2697\/revisions\/2914"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/allover-magazin.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2697"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/allover-magazin.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2697"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/allover-magazin.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2697"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}