{"id":2018,"date":"2015-04-21T12:18:47","date_gmt":"2015-04-21T10:18:47","guid":{"rendered":"http:\/\/allover-magazin.com\/?p=2018"},"modified":"2015-04-26T13:37:42","modified_gmt":"2015-04-26T11:37:42","slug":"editorial-8","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/allover-magazin.com\/?p=2018","title":{"rendered":"Ausgabe #8"},"content":{"rendered":"<p>Wissenschaftliche Arbeit funktioniert wesentlich als Textarbeit. Die Textproduktion im Kunstfeld erf\u00fcllt verschiedenste Zwecke, von denen die theoretische Auseinandersetzung nur eine Ebene einnimmt. Die programmatische Offenheit von all-over betraf bislang das thematische Spektrum der wissenschaftlichen Beitr\u00e4ge im Diskursfeld von Kunst und \u00c4sthetik. Die Form der Textproduktion ist dabei an ein wissenschaftliches Regulativ gebunden. Einer Reflexion und Sichtbarmachung dieser tradierten Textkonvention m\u00f6chten wir nun Raum geben: Ab Ausgabe #8 werden den wissenschaftlichen Textbeitr\u00e4gen k\u00fcnstlerische beiseite gestellt, die Potenziale der Textform ausloten und die Funktion von Text im Kunstbetrieb reflektieren.<\/p>\n<p>Delphine Chapuis Schmitz\u2019 Beitrag <em>Conversations<\/em> basiert auf einem bereits vorhandenen digitalen Text \u2013 dem Online-Archiv eines Z\u00fcrcher Offspaces \u2013, aus dem sie einzelne Begriffe ausgew\u00e4hlt und entsprechend ihrer urspr\u00fcnglichen Konstellation in all-over eingef\u00fcgt hat.<\/p>\n<p>Die mediale Transformation pr\u00e4historischer Felsritzungen im Rahmen wissenschaftlicher Dokumentationsverfahren ist Gegenstand der \u00dcberlegungen von Alisa Becks Beitrag \u00fcber die Felsgravierungen von Valcamonica. Nicht zuletzt der ambivalente Status der Aufzeichnungsprozesse zwischen kreativer und dokumentierender Arbeit f\u00fchrt die Autorin zu methodischen Grundfragen der Kunstgeschichte.<\/p>\n<p>Christian Scherrer verfolgt die Bestimmung der abstrakten Malerei bei Albert Oehlen jenseits der strengen Entgegensetzung von Abstraktion und Figuration in Hinblick auf Oehlens eigene Begrifflichkeit der postungegenst\u00e4ndlichen Malerei.<\/p>\n<p><em>ALLES SCHWARZ<\/em> von Ariane Koch und Sarina Scheidegger thematisiert in Form eines Gespr\u00e4chs gegenw\u00e4rtige Lohn- und Arbeitsbedingungen im Kunstbereich.<\/p>\n<p>Den prek\u00e4ren Zusammenhalt des K\u00fcnstlersubjekts sieht Evelyn Klammer in \u201eSelbstportr\u00e4ts in Dingen\u201c veranschaulicht, was sie anhand von Erwin Wurm und Kendell Geers ausf\u00fchrt.<\/p>\n<p>Die Handlungsf\u00e4higkeit von Objekten innerhalb und au\u00dferhalb des Films erkennt Matthias Egger als durchgehendes Thema in seiner Rezension des sich durch eine gro\u00dfe Bandbreite an Zug\u00e4ngen auszeichnenden <em>W\u00f6rterbuchs kinematografischer Objekte<\/em>.<\/p>\n<p>Vom Ausgangspunkt der einsamen Insel er\u00f6ffnet Philippe Zourgane anhand vegetationspolitischer \u00dcberlegungen Wege, die architektonische Form zu einer neuen Freiheit zu f\u00fchren.<\/p>\n<p>Ulrich Nausners Bildstrecke basiert auf dem digitalisierten Katalog der Ausstellung <em>January 5\u00a0\u2013\u00a031, 1969<\/em> von Seth Siegelaub. Als Rest der \u00dcbertragung ins Digitale bleibt eine Formatver\u00e4nderung: Das amerikanische Papierformat des Buchs wird f\u00fcr all-over #8 \u00fcbernommen.<\/p>\n<p>Wir freuen uns \u00fcber einen Neuzugang und hei\u00dfen Stefanie Reisinger in unserer Wiener Redaktion herzlich willkommen.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 0.9em;\"><strong>Hannah Bruckm\u00fcller | J\u00fcrgen Buchinger | Barbara Reisinger | Stefanie Reisinger<\/strong><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wissenschaftliche Arbeit funktioniert wesentlich als Textarbeit. Die Textproduktion im Kunstfeld erf\u00fcllt verschiedenste Zwecke, von denen die theoretische Auseinandersetzung nur eine Ebene einnimmt. 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